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Hanföl in der Küche

Aufgrund seines Fettsäure-Spektrums gehört Hanföl in die Spitzengruppe bester Pflanzenöle und sollte - soweit es die Kochtechnik zuläßt - die üblichen Öle ersetzen oder mit ihnen kombiniert werden.

Da der Rauchpunkt von unraffiniertem Hanfspeiseöl bereits bei 165°C liegt, sollte es weder zum Braten noch zum Frittieren verwendet werden, da bei diesen Kochtechniken Temperaturen über 165° C entstehen, wodurch Fettsäuren zerstört und der Geschmack des Hanföls beeinträchtigt werden.

Zum Dünsten und Dämpfen ist Hanföl sehr gut geeignet, solange die Anwesenheit von Wasser das Entstehen zu hoher Temperaturen verhindert.

Besonders gut geeignet ist Hanföl zur Herstellung von Salatdressings, Brot-Aufstrichen, Marinaden und Dips.

Auf dem Büchermarkt gibt es eine Vielzahl an kompetenter Hanfliteratur, u.a. einige Kochbücher, die sich mit dem Thema "Kochen mit Hanf" beschäftigen - und sich nebenbei hervorragend als Geschenk eignen. Sehen Sie dazu unsere Literatur-Liste!

 

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Hanfsamen und Hanföl in der Ernährung

Hanfsamen gehören zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten. Seit Jahrtausenden werden Hanfsamen und Hanföl für die menschliche Ernährung genutzt. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg war Hanföl ein bekanntes Pflanzenöl. Erst nach dem Krieg geriet Hanf infolge der weltweiten Marihuana-Prohibition ins Abseits.

Seit etwa fünf Jahren feiert der (drogenarme) Nutzhanf sein Comeback als nachwachsender Rohstoff und Lieferant für hochwertige Fasern und Samen. Die Wissenschaft hat den hohen Wert der Hanfsamen erst in den letzten Jahren entdeckt und prophezeit dem Hanf heute eine große Zukunft als Samen- und Ölpflanze.

Was macht Hanfsamen und Hanföl so wertvoll?

Fettsäuren im Vergleich
vergrössern Sie die Abb. indem Sie sie anklicken (Quelle: verbraucherministerium)

Hanföl ist besonders reich an den für den menschlichen Organismus lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (ca. 90%). Hier sind besonders die essenziellen Fettsäuren Linolsäure (50-70%) und Alpha-Linolensäure (15-25%) hervorzuheben, die nur in wenigen Speiseölen vorkommen.

Hanföl ist durch seine insgesamt ausgewogene Fettsäure-Zusammensetzung eines der wertvollsten Speiseöle überhaupt. 15 - 20 Gramm Hanföl genügen, um den Tagesbedarf eines Menschen an den wichtigsten essenziellen Fettsäuren vollständig zu decken.

In die tägliche Nahrungsaufnahme integriert, schützt Hanföl vor einer ganzen Reihe von Stoffwechsel-, arteriosklerotischen Gefäß- und dadurch insbesondere Herzkreislauf-Erkrankungen, die in aktuellen Studien unter anderem auf einen zu hohen Anteil gesättigter und trans-Fettsäuren in der Ernährung zurückgeführt werden.

Hanföl und Hanfsamen stellen mit diesen Inhaltsstoffen nicht nur ernährungsphysiologisch besonders hochwertige Nahrungsmittel dar - es gibt zusätzlich eine Reihe therapeutischer Anwendungen.

Weitere therapeutische Anwendungen von Hanföl und Hanfsamen

Alpha-Linolensäure hat mit Fischöl vergleichbare Wirkungen und und kann daher bei Herzkreislauferkrankungen und chronischen Entzündungen therapeutisch eingesetzt werden.

Besondere Aufmerksamkeit als Therapeutikum verdient ein weiterer Inhaltsstoff: Hanf gehört zu den ganz wenigen Ölpflanzen, deren Samen Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten (2-4%). Ein Mangel an Gamma-Linolensäure, die beim gesunden Menschen im Körper aus Linolsäure gebildet wird, kann zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen. Wird in solchen Fällen Gamma-Linolensäure eingenommen, können verschiedene Krankheitszustände positiv beeinflußt werden. Hierzu zählen die Neurodermitis, das prämenstruelle Syndrom, die rheumatoide Arthritis und die diabetische Neuropathie - um nur die wichtigsten Anwendungsgebiete zu nennen.

 

aus: "Hanfsamen und Hanföl als Lebens- und Heilmittel", Hrsg.: nova-Institut, Verlag Die Werkstatt, ISBN 3-89533-242-9

Außerdem in dieser Reihe erschienen:
"Cannabis als Heilmittel - ein medizinischer Ratgeber" (ISBN 3-89533-236-4)
und
"Das kleine Hanflexikon" (ISBN 3-89533-271-2)

Mehr Informationen und viele interessante Links zum Thema Hanf als nachwachsender Rohstoff finden Sie auf der Homepage des nova-Instituts: www.nova-institut.de

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